Vierzig Tage Freizeit liegen vor uns, vierzig Tage Zeit, die frei macht, vierzig Tage Freiheit. Jesus lädt uns ein zur Freiheit, und er zeigt, wie Freiheit geht:
Almosen geben, Teilen macht frei.
Teilen befreit von Gier, Egoismus und Habsucht, stärkt die Beziehung zu den Menschen, schafft Gemeinschaft und Vertrauen. Es geht dabei nicht nur um das Spenden von Geld. Genauso befreiend ist das Teilen von Zeit, von Leid und Schmerz, und von Freude und Glück. Teilen heisst, den anderen zu einem Teil seines eigenen Lebens werden zu lassen, und das macht frei.
Beten macht frei.
Beten befreit von der Angst vor der Zukunft und von der Angst, nicht geliebt und akzeptiert zu werden. Beten befreit zu innerer Ruhe und Frieden, und stärkt die Beziehung zu Gott. Es schenkt Gelassenheit, weil man das, was man selbst nicht tragen und bewältigen kann, Gott überlässt. Weil man sich und sein Leben Gott anvertraut, ist man nicht gezwungen, sich selbst allzu wichtig zu nehmen.
Fasten macht frei.
Fasten befreit von der Angst, zu kurz zu kommen. Fasten befreit zu Einfachheit und Genügsamkeit und stärkt die Beziehung zu sich selbst. Fasten schärft den Blick nach innen und hilft, die eigene Lebensart zu überdenken und sich von manchem Ballast zu befreien. Es geht nicht nur um Verzicht auf essen, davon sind alte und kranke Menschen sowieso befreit, es geht um die Fragen: Was brauche ich wirklich zum Leben? Was tut mir gut? Was reicht aus, damit ich glücklich bin?
Macht es nicht so wie die Heuchler, die in ihrem Teilen, Beten und Fasten, immer noch Gefangene ihrer Ichbezogenheit sind, sondern lasst euch befreien zum Leben! Vierzig Tage Freiheit!
Robert Weinbuch