RW Die ökumenische Erlebnisferienwoche der evangelisch-reformierten Kirchgemeinde Burg und des katholischen Pastoralraumes Am See und Rhy führte uns zum zweiten Mal nach Emmetten an den wunderschönen Vierwaldstättersee.
Was uns dort erwartete, war mehr als nur eine Reise: eine Woche voller Begegnungen, Erlebnisse und Gemeinsamkeit – und natürlich mit einer Aussicht, die uns immer wieder den Atem nahm.
30 Menschen, ein Apfelcar, viel Sonnenschein – so startete unsere Woche so fein.
Mit Vorfreude im Herzen und guter Laune dabei, - begann am 16. August unsere gemeinsame Ferienzeit.
Montag – Der Weg ist das Ziel
Gut gelaunt und voller Erwartung, - starteten wir am Sonntag unsere Reise, was für eine Erweckung!
Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer stiegen in den Apfelcar ein, - und schon bald konnte unsere Ferienwoche starten, so soll es sein.
Am Montag führte uns die Fahrt zunächst zur Tössegg am Rhein, - bei Kaffee und Gipfeli liess es sich dort wohl sein. Dann ging es über den Ratenpass weiter durchs Land, - bis Oberägeri, das Restaurant Ländli, bald vor uns stand.
Dort erwartete uns ein feines Mittagessen, - doch auch der Ägerisee war nicht zu vergessen.
Am Nachmittag ging es dann weiter hinauf, nach Emmetten zum Hotel Seeblick – welch ein atemberaubender Ausblick!
Denn dort oben, Berge, der Vierwaldstättersee und der Himmel weit – ein Ausblick, der uns begleitete durch die ganze Zeit. Ob beim Frühstück, beim Kaffee oder abends beim Spiel, - dieser Blick war für uns immer faszinierend und nie zu viel.
Die Abende liessen wir gemütlich ausklingen, - beim Jassen, Spielen, Lachen und Singen.
Und auch die Karlis, die ganz stillen, - verbrachten mit uns die Ferienzeit, es waren junge Grillen.
Sie mischten sich munter unter unsere Runde, - und wurden Teil so mancher gemütlichen Stunde.
Dienstag – Hoch hinaus zum Göscheneralpsee
Am Dienstag ging es wieder auf Tour, - durch felsiges Gelände, der Bergwelt auf der Spur.
Zum Göscheneralpsee auf rund 1800 Meter Höhe, - wo uns majestätische Berge empfingen – eine wahre Pracht und Freude die es sich zu schauen löhne.
Der Dammagletscher glänzte in der Ferne, - und wir bestaunten ihn alle so gerne.
Auf dem Stauseedamm spazierten wir entlang, - während die Bergluft kühl und frisch um uns sang. Nach vielen heissen Sommertagen war diese Kühle so gut zu ertragen, im besten Sinne, wohlgemerkt, -
denn sie hat unsere Lebensgeister neu gestärkt.
Manchem stockte auf der Rückfahrt der Atem so sehr, - denn die schmalen Bergstrassen verlangten vom Andi unserem Fahrer doch etwas mehr. Doch sicher kamen wir wieder ins Tal, - und auch diese Fahrt wurde zur gemeinsamen Erinnerung der Wahl.
Jeden Morgen hiess es: Bewegung muss sein! - Aquafit oder Turnen – so starteten wir in den Tag so fein.
Danach wartete das Frühstück schon, - stärkend und wunderbar, unser tägliche Lohn.
Doch nicht nur der Körper bekam seine Energie und Kraft, - auch unserem Geist wurde täglich bedacht.
In besinnlicher Runde hielten wir inne - und liessen ein Lied tief in uns dringen.
„Danke für diesen guten Morgen“ erklang jeden Tag, - mit einer neuen Strophe und einem neuen Gedanken im Gepäck der jeder mag. So wurde jeder Liedvers ganz leis, - ein kleiner geistlicher Wegbegleiter unsere Reis.
Mittwoch – Auf den Spuren von Bruder Klaus
Am Mittwoch führte uns die Fahrt, vorbei am Mittelpunkt der Schweiz, an einen ganz besonderen Ort. -
Nach Flüeli Ranft ging unser Weg, wo Bruder Klaus uns gedanklich begegnete dort.
Niklaus von Flüe, ein Mann seiner Zeit, - dessen Leben uns bis heute begleit.
Wir besuchten sein Geburtshaus mit Bedacht - und auch das Familienhaus, das von seinem Leben erzählt und wacht.
Eine Gruppe machte sich zu Fuss auf den Weg, - Richtung Sachseln, Schritt für Schritt auf dem Steg.
Die Geniessergruppe nahm es etwas gemütlicher hin - und fuhr mit dem Car zum nächsten Ziel dahin.
Bei der grössten gedeckten Holzbrücke machten sie Halt, - bestaunten ihre Konstruktion, beeindruckend und alt. Danach ging es weiter es war so warm oh jeh, - endlich gab es eine wohltuende Erfrischung im Seefeldpark am See.
Dort konnten wir die Seele noch etwas baumeln lassen, - gemeinsam plaudern, geniessen und die Zeit nicht verpassen. Ein Tag voller Geschichten, Begegnung und Ruh – und wieder ein Erlebnis, das uns allen blieb im Nu.
Donnerstag – Wo Himmel und Erde sich berühren
Am Donnerstag ging es hoch hinaus, - mit dem Seilbähnli ging’s aus dem Tal henaus.
Auf den Niederbauen, 1575 Meter hoch, - und die Aussicht begeisterte uns noch und noch.
Ein 360-Grad-Blick weit und breit, - auf See und Berge, was für eine Herrlichkeit!
Da wurde uns einmal mehr bewusst und klar, - „Da berühren sich Himmel und Erde –
dass Friede werde unter uns.“ Dieser Gedanke passte wunderbar zu unserer Erlebnisferienwoche, ganz und gar.
Und als wäre die Aussicht nicht schon grandios genug, - sorgte Andi mit seinem Schwiizerörgeli für zusätzlichen Schwung. Unser Carchauffeur spielte auf und brachte uns zum Lachen,- wir schaukelten und konnten fröhlich weitermachen.
Die Wandergruppe machte sich talwärts auf den Weg, doch plötzlich kam Regen – ziemlich ungelegen.
Während die einen den Schirm schnell spannten, - sassen andere längst gemütlich beieinander und Kaffee tranken. So fand jede und jeder seinen Platz, bei Regen, Kaffee oder Jass - und manch einem kleinen Spass.
Am Abschlussabend dann, man glaubt es kaum – wurde gerätselt, geschätzt und auch dem Diskutieren gaben wir Raum. Beim Quiz über unsere Ferienregion, - zeigte sich so mancher als wandelndes Lexikon!
Freitag – Mit vielen Erinnerungen im Gepäck
Und plötzlich war der Freitag da, - die Heimfahrt rückte näher – wunderbar!?
Ein bisschen Wehmut war schon dabei, - denn eine schöne Woche ging nun vorbei.
Nun zeigte unser Chauffeur, dass er den Bus auch bei Regen konnte lenken, - denn am letzten Tag bei Dauerregen führte uns der Weg nach Benken. In der eindrücklichen Brezelstube angekommen, - haben wir gerne im Trockenen Platz genommen.
Doch bald schon gab es Augenfutter zuhauf, - mehr als 30'000 Back- und Osterhasenformen warteten auf! Dazu allerlei Gegenstände aus früherer Zeit, - die uns entführten in eine andere Vergangenheit.
Schreibmaschinen, alte Betten und Einrichtungen, - Oldtimer, Transportmittel und viele Erinnerungen. Eine wahre Augenweide, für gross und klein, - da konnte das Herz nur glücklich sein. Aus dem Staunen kamen wir kaum heraus, - so vieles gab es dort zu sehen im Haus.
Und auch wenn draussen der Regen fiel, - war diese letzte Station ein wunderbares Ziel.
Dann ging es endgültig nach Hause zurück,- im Gepäck Erinnerungen, Begegnungen und ganz viel Glück. Glücklich und müde kamen wir zu Hause an, - die Woche hat uns sehr wohl gut getan. Wir haben gelacht, gesungen, gerätselt, gestaunt und manch neue Wege und Orte entdeckt, - einander zugehört und manch schönes Gespräch geweckt.
Ein herzliches Dankeschön gilt vor allem, - die ihr diese Woche so besonders gemacht hat, euch allen. Ihr seid grandiose Menschen, jeder und jede auf seine Weise - Schön, durften wir gemeinsam unterwegs sein mit euch auf dieser Reise.
Ein besonderer Dank geht an Edda und Armin Leu, - für eure Unterstützung, zuverlässig und treu.
Ihr habt mitgeholfen, begleitet und getragen - und damit zum Gelingen dieser Woche beigetragen.
Und wenn wir nun wieder im Alltag stehen, - bleibt uns etwas von dem, was wir gesehen:
der See, die Berge, der Himmel so weit, - das Lachen, die Gemeinschaft und die gemeinsame Zeit.
Vielleicht denken wir manchmal zurück - an den Seeblick mit seinem atemberaubenden Glück.
Und wenn uns der Alltag einmal zu schaffen macht, - denken wir an die Berge und daran, was uns verbindet und Kraft gibt und so das Herz hoffentlich somit wieder etwas lacht.
30 Menschen, eine gemeinsame Reise, - Erinnerungen auf ganz besondere Weise. Der Vierwaldstättersee, die Berge und das Licht – so vergessen werden wir diese Woche sicher nicht.
Wir freuen uns aufs nächste Jahr, - wenn unsere Reise geht ins österreichische Montafon mit dem Apfelcar.
In grosser Dankbarkeit für diese wunderbare Woche.
Regula Weber