Viele Menschen sind unterwegs, nicht nur in den Ferien. Gewohntes zurücklassen und sich auf Neues einlassen gehört zu unserem Menschsein. Unterwegs sein ist auch ein wesentliches Element unseres Glaubens. Abraham war unterwegs, er verliess seine Heimat und zog ins gelobte Land, die zwölf Stämme Israels zogen mit ihren Herden als Nomaden durchs Land, und auch die Kirche heute ist unterwegs. Das II. Vatikanische Konzil nennt sie das wandernde Volk Gottes, nach dem Fundamentaltheologen Elmar Klinger „kein beiläufiger, sondern der zentrale Begriff der Kirche“. Auch wenn sich immer mehr Getaufte von der „pilgernden Kirche“ abwenden, erfreut sich das „Pilgern“ ungebrochen grösster Beliebtheit. Besonders anziehend ist der Jakobsweg, den ganz unterschiedliche Menschen gehen, um zu sich selbst und vielleicht auch zu Gott zu finden.
Ziel das Jakobsweges ist Santiago de Compostela, „St. Jakob auf dem Sternenfeld“. Der heilige Jakobus gehörte mit seinem Bruder Johannes und mit dem heiligen Petrus zu den drei besten Freunden von Jesus.
Unterwegs ins Leben.
Robert Weinbuch