„Wer Saatgut hat, kann Zukunft säen.“ Zukunft säen – ein starkes, hoffnungsvolles und ermutigendes Motto der diesjährigen ökumenischen Fastenkampagne, finde ich. Der Fastenkalender 2026 gibt einen guten Einblick in die Projekte unserer Hilfswerke und richtet den Blick auf die Bedeutung von Saatgutvielfalt für die Ernährungssicherheit.
Neben guten Boden, gedeihliches Wetter braucht es gutes Saatgut für eine gute Ernte.
Auch für unsere Zukunft braucht es gutes Saatgut. Und es braucht Menschen, die säen, die arbeiten und sich für eine gute Ernte und für eine gute Zukunft einsetzen.
Als Christinnen und Christen sind wir dazu berufen, Zukunft zu säen, den Menschen und unserer Welt Hoffnung für ein gutes Morgen zu schenken.
Was ist unser Saatgut für eine gute Zukunft?
In einem Lied des 2021 verstorbenen Theologen Claus-Peter März habe ich zukunftswirksames Saatgut entdeckt, das jede und jeder von uns hat, und das wir in der Fastenzeit aussäen könnten:
Hände, die schenken: Wir können die wirklich guten Projekte unserer Hilfswerke Fastenaktion und HEKS unterstützen, und auch an die Menschen in unserer Umgebung denken.
Worte, die heilen: Wir könnten versuchen, mit dem, was wir sagen, Menschen aufzubauen und zu stärken, und so heil und gesund zu machen.
Augen, die sehen: Wir könnten nicht wegschauen, sondern hinschauen, uns informieren und aufmerksam sein, und uns dafür interessieren, wie es den Menschen und unserem Planeten Erde geht.
Lippen, die segnen: Wir könnten uns unsere Berufung bewusst machen, denn nicht nur geweihte Männer, sondern alle Getauften sind dazu berufen, Segen zu bringen und ein Segen für unsere Welt zu sein.
Schenkende Hände, heilende Worte, sehende Augen und segnende Lippen erzählen von Gott. Sie sagen: Gott hält mich, er steht zu mir und befreit zum Leben. Hände, Worte, Augen und Lippen können Zukunft säen, und können zum Trost, zum Licht, zur Hoffnung und zur Zukunft der Welt werden.
Ich wünsche uns eine gute Aussaat!
Robert Weinbuch